Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Autorinnen und Autoren zu ermöglichen und auf diesem Wege die Leselust und die Lesekompetenz zu fördern, ist das erklärte Ziel des Friedrich-Bödecker-Kreises. Autorenbegegnungen als Dreh- und Angelpunkt der Leseförderung beinhalten klassische Autorenlesungen, aber auch Schreibwerkstätten. Ein Beispiel für eine Autorenbegegnung sehen Sie im Video.

 

Autorin Barbara Zoschke bei einer Autorenbegegnung; Video: David Fermer (2016)

 

Im Rahmen der Lesungen liest die Autorin/der Autor aus eigenen Werken vor. Je nach Autor/in und Altersgruppe wird die "klassische" Lesung durch Erzählen, musikalische Elemente, Spiel mit Handpuppen etc. ergänzt. Dabei geht es vor allem um die sinnliche Erfahrung von Sprache und Literatur. So werden Impulse zur Lesefreude gesetzt, die indirekt zu einer Verbesserung der Lesekompetenz führen können.

In den Schreibwerkstätten verfassen die Kinder und Jugendlichen eigene Texte. Angeleitet und unterstützt werden sie von der Autorin/dem Autor und bekommen so Tipps, wie sie Ideen entwickeln und in eine literarische Form fassen können. Im Mittelpunkt stehen der spielerische und kreative Umgang mit Sprache, die Schreibkompetenz und die positive Wirkung der Erfolgserlebnisse durch das eigenständige Schaffen.

Zur Autorenbegegnung gehören darüber hinaus aber auch immer Gespräche und Diskussionen mit der Autorin/dem Autor. So können Fragen zum Berufsbild, zur Biografie, zur Entsteheung von Werken, der Ideenfindung, dem Schreibprozess und den Werken selbst beantwortet werden. Die Autorin/der Autor berichtet im Werkstattgespräch aus dem Berufsalltag von Schriftstellern. Diese Gespräche ermöglichen den Kindern und Jugendlichen einen tiefergehenden Zugang und eine intensivere Auseinandersetzung mit Werk und Autor/in.

 

 

Autorenstimmen: Warum Autorenbegegnungen?

 

"Autorenbegegnungen sind wie Leuchttürme in den Sturmfluten des Unterrichts."

Jürgen Banscherus

 

"Weil nur das Original das Original ist."

Gerlis Zillgens

 

"Weil Lesungen Schülern ein Abenteuer näherbringen: Schreiben. Dabei geht es vor allem um die Freude am eigenständigen Denken."

Christoph Wortberg

 

"Autorenbegegnungen sind für Schüler wichtig, weil ein Leben durch Geschichten bunter wird."

Annette Neubauer

 

"Einem Buch kann man keine ‚Löcher in den Bauch fragen‘ –  aber der Autorin, die es geschrieben hat."

Arzu Gürz Abay

 

"Wie kommst du überhaupt auf die ganzen Ideen? Wie lange dauert es, ein Buch zu schreiben? Was passiert, wenn du einen Fehler machst? Ich denke nach jeder Lesung: Es war höchste Zeit, dass ich gekommen bin. Wer hätte den Kids sonst die ganzen Fragen beantwortet?"

Barbara Zoschke

 

"Wie in jedem Beruf gilt auch für die Schriftstellerei: Du hast nie fertig gelernt, kannst dich jederzeit weiterentwickeln. Die Begegnung mit jungen Leuten hilft dabei, denn Nachfragen und kritische Anmerkungen sind wertvolle Impulse."

Christian Linker

 

"Für mich ist das lebendige Literaturbegegnung, die Spaß macht."

Christina Bacher

 

"Autorenbegegnung ist eine extrem bedeutsame Methode zur Lesemotivation."

Guido Kasmann

 

"Jeder Mensch verarbeitet Erlebtes, indem er Geschichten daraus strickt und sich selbst immer wieder erzählt. Das Leben wird wesentlich reicher, wenn diese Geschichten auf liebevolle, humorvolle und fantasievolle Weise erzählt werden."

Anja Fröhlich