Mischa Bach alias Dr. Michaela Bach, geboren in Neuwied am Rhein, lebt in Essen. Wäre es England, wäre „writer“ die Berufsbezeichnung der Filmwissenschaftlerin, (Drehbuch)Autorin, Dramaturgin, Dramatikerin, Journalistin, Übersetzerin, Dozentin und Malerin. Geschrieben (und gemalt) wurde schon immer - der erste comicartige Brief im zarten Alter von vier Jahren -, veröffentlicht seit 1982. Zu den journalistischen Anfängen kommen ab 1992 Fernsehkrimis hinzu, ab 2000 folgt die (Kurz)Prosa. 2002 wird „Vollmond“ („Teuflische Nachbarn“, Scherz) für den Kurzkrimi-Glauser nominiert. 2004 erschien ihre Kriminalnovelle „Der Tod ist ein langer, trüber Fluss“ bei Brandes & Apsel; zugleich feierte ihr erstes Bühnenstück „Das 13. Opfer“ (gemeinsam mit J. Schade) Premiere. 2005 wurde die Novelle für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte Debüt nominiert. 2006 erscheint mit „Stimmengewirr“ ihr zweiter Kriminalroman, der sich wie „Die Türen“ (UA 8.3.2007) mit dem Thema ‚multiple Persönlichkeiten‘ befasst. 2009 erschien ihr dritter Kriminalroman „Rattes Gift“, in dem es u.a. um Abhängigkeiten verschiedener Art geht.

Aktuell in Arbeit sind zwei neue Theaterstücke, der vierte Roman und eine Sammlung von etwas anderen Heimat- und Kindheitsgeschichten.

Preise:           

2001: Martha-Saalfeld-Förderpreis für „Der Tod ist ein langer, trüber Fluss“

2002: Nominierung für den Kurzkrimi-Glauser für „Vollmond“

2005: Debüt-Glauser-Nominierung für „Der Tod ist ein langer, trüber Fluss“

 

Kontaktdaten

Gebhardtstraße 38
45147 Essen
http://mischabach.blogg.de
Tel: 0177/6485586
E-Mail: mischa_bach [at] web.de

 

Veröffentlichungen

Wissenschaft:

  • Erzählperspektive im Film (Dissertation), Item-Verlag Essen, 1997


Prosa:

  • Der Tod ist ein langer, trüber Fluss, Brandes & Apsel Verlag, März 2004.
  • Stimmengewirr, Leda-Verlag, August 2006.
  • Rattes Gift, Leda-Verlag, September 2009.

 

Kurzprosa:       

  • Rhein in Flammen, in: Coelen/Schmitz (Hrsg.): „Rheinleichen“, Emons 2000.
  • Herr S. muss sterben! & Striking Distance, in: „Die vielen Tode des Herrn S.“, hrsg. von Mischa Bach, Ina Coelen und Ingrid Schmitz, Emons 2002.
  • Kleiner Grenzverkehr, in Coelen, Ina (Hrsg.): „Krimineller Reiseführer vom Niederrhein“, Leporello 2003
  • Bühnentod, in: Coelen, Ina & Ingrid Schmitz (Hrsg.): „Mörderische     Mitarbeiter“, Scherz 2003
  • O du fröhliche, in: Klönne, Gisa: „Leise rieselt der Schnee ... 24 Krimis zum Fest“, Ullstein TB 2003
  • Duisburger Stille, in: Mord am Niederrhein, Kriminalgeschichten,Grafit 2004
  • Der Lindenbaum, in: Martina Bick: „Die Winterreise“, Gerstenberg 2004.
  • Vollmond, in: Bach/Coelen: „Brillante Morde“, Leporello-Verlag, Oktober 2004 (2002 zuerst erschienen in „Teuflische Nachbarn“ im Scherz-Verlag).
  • Fugen, in: Juliane Göttinger (Hrsg.): „Dennoch liebe ich dich!“, Gipfelbuch-Verlag, April 2005.
  • Finale auf dem Fluss, in: Ina Coelen (Hrsg.): „Mordsfeste. Kalender-Krimis vom Tatort Niederrhein“, Leporello-Verlag, Oktober 2005.
  • Ein ehrenwertes Haus, in: Ina Coelen (Hrsg.): „Tödliche Torten. Süßer Tod am Niederrhein“, Leporello-Verlag, Oktober 2005.
  • Notausgang Bochum Krümmede, in Reinhard Jahn & Dr. Herbert Knorr: „Mord am Hellweg 3“, Grafit-Verlag, September 2006.
  • Full Moon. (übersetzt von Mary Tannert) In: Passport to Crime Hrsg. Janet Hutchings, Carroll & Graf Publishers New York 2007.
  • Montagmorgen In: "Todsicher kalkuliert. Mord(s)geschichten aus Rheinland-Pfalz" Hrsg. v. Gabriele Keiser, Edition Schrittmacher 2007.
  • Nachtangst. In: „Dessert für eine Leiche“ Hrsg. v. Ina Coelen, Leporello-Verlag 2008.
  • Im Lieblosental In: „Gefährliche Nachbarn“, hrsg. v. Paul Ott, Gmeiner 2009.
  • Asphaltgeflüster In: „Hängen im Schacht“, hrsg v. HP Karr, Kbv 2009.
  • Nach seinem Bilde In: „Sterbenslust“, hrsg.v. Paul Ott, Gmeiner 2010.
  • Schokolade für den Staatsanwalt, in: Ina Coelen (Hrsg.): „Abmurksen und Tee trinken“, Leporello-Verlag, Oktober 2011.
  • Blaulicht, in: „Mördchen fürs Örtchen“, hrsg v. Petra Busch, Kbv 2011.

 

Hinweise

Was ich schreibe, lässt sich am besten mit dem Begriff „Kriminalliteratur“ beschreiben. D.h., mir geht es beim Schreiben um mehr als um das bloße Erzählen eines spannenden Plots. Inhaltlich im Zentrum meiner Arbeit steht die Frage, wie Gewalt entsteht und was sie mit den Menschen macht – mit denen, die sie ausüben und mit denen, die sie erleiden & überleben. Daneben beschäftige ich mich immer wieder mit Drogensucht und verschiedenen (wahrnehmungs-)psychologischen Themen.

Beim Schreiben denke ich nicht an Leser eines bestimmten Alters, weiß jedoch aus Erfahrung, dass meine Geschichten bei Menschen ab 13, 14 Jahren bis ins ‚hohe Alter‘ gut ankommen bzw. des Öfteren Nachdenklichkeit erzeugen.

Mit „Full Moon“, der englischsprachigen Version meines Kurzkrimis „Vollmond“, könnte ich zudem auch eine Lesung im Englischunterricht bestreiten – allerdings dürfte das nur für Oberstufen oder in der Mittelstufe zweisprachiger Schulen geeignet sein.

Außerdem biete ich ein- oder mehrtägige Schreib- und Erzählworkshops mit oder ohne Lesung an, bei denen Schüler sich selbst als Krimiautoren erproben können und so noch ganz andere Einblicke in die Arbeit des Schriftstellers bekommen als bei einer Lesung allein. Es sind sowohl Prosa- als auch Drehbuchwerkstätten denkbar.

Bei Bedarf kombiniere ich auch Lesungen und/oder Workshops mit Ausstellungen einer Auswahl meiner Bilder.

 

Zielgruppen

Klassenstufen: 7-13

Schultypen: Hauptschule, Realschule, Gymnasium, berufsbildende Schule/Kolleg, Förderschule (insbes. für Hörgeschädigte, da ich selbst DGS gelernt und auch Kurzkrimis zum Thema veröffentlicht habe)

 

Themen

Adoleszenz/Pubertät: Kurzgeschichten wie „Asphaltgeflüster“ (aus der Kbv-Anthologie „Hängen im Schacht“) oder auch „Kleiner Grenzverkehr“ oder „Pilgerfahrt zum Gott der Diebe“ (aus der Leporello-Anthologie „Tödliche Touren“) würden sich hier anbieten

Behinderung: „Asphaltgeflüster“ (s.o.) und „Duisburger Stille“ (u.a. in: Mord am Niederrhein/Grafit) beschäftigen sich mit Gehörlosigkeit bzw. traumatisch bedingtem Verstummen, und in beiden Geschichten spielt Gebärdensprache (DGS) eine wesentliche Rolle. Wollte man Dissoziative Identitätsstörung (Multiple Persönlichkeitsstörung) als Behinderung sehen, böte sich „Finale auf dem Fluss“ (aus der Leporello-Anthologie „Mords-Feste“) als Kurzgeschichte an bzw. „Stimmengewirr“ als Roman.

Familie/Familienprobleme: s.o.: „Stimmengewirr“ (Roman), „Der Tod ist ein langer, trüber Fluss“ (Novelle), diverse Kurzkrimis.

Freundschaft: „Striking Distance“ (Kurzkrimi aus der Anthologie „Die vielen Tode des Herrn S./Emons)

Gedichte: indirekt, denn ich habe ein Lesungsprogramm zum Thema Wasser, Leichen, Lyrik, bei dem ich Auszüge aus der Novelle „Der Tod ist ein langer, trüber Fluss“ mit der ‚Wasserleichenlyrik‘ (aka Ophelia-Dichtung) von Brecht, Rimbaud, Fried, etc. verbinde.

Kriminalität/Gewalt: Im Prinzip dreht sich darum fast alles, was ich an Prosa schreibe … am deutlichsten dürfte das jedoch bei den Romanen „Stimmengewirr“ und „Der Tod ist ein langer trüber Fluss“ sowie „Rattes Gift“ werden.

Krimi: s.o. - wobei „Rattes Gift“ mein 'klassischster Krimi' sein dürfte, die beiden andern Romane sind eher psychologische Thriller.

Liebe: Ich habe aus meinen drei Romanen und einer Kurzgeschichte ein Programm unter dem Motto „Tough Love – oder was Liebe und Gewalt miteinander zu tun haben könnten“ gemacht, das ich zumindest schon häufiger für Erwachsene gelesen habe und das ich mir für junge Erwachsene ebenfalls vorstellen könnte.

Thriller: s.o. Das meiste oder doch sehr vieles von dem, was ich schreibe, fällt in diese Kategorie. Nicht zuletzt „Rattes Gift“.

Drogen & Sucht (u.a. „Rattes Gift“)