Am Fluss entlang geschrieben: Frisch gebackene Jugendautorinnen!

on Donnerstag, 14 November 2013. Posted in Vorfreude & Nachlese, Alles & noch viel mehr

Im Projekt "Am Fluss entlang schreiben" schrieben rund 70 Jugendliche aus dem Emschergebiet einen gemeinsamen Roman. Mittlerweile ist das Buch unter dem Titel "Stromabwärts. Ein Emscher-Roadmovie" im Klartext Verlag erschienen. Sara Alhakim, eine der Bottroper Teilnehmerinnen, berichtet.

"Am Fluss entlang schreiben", so nennt sich das Schreibwerkstättenprojekt, welches mit dem Kooperationspreis des Initiativkreises Ruhr ausgezeichnet wurde. Ziel des von jugendstil – dem kinder- und jugendliteraturzentrum nrw, Friedrich-Bödecker-Kreis NRW, Emschergenossenschaft und dem Verein der Emscher-Freunde organisierten Projekts war das Schreiben eines gemeinsamen Romans durch insgesamt rund 70 Jugendliche aus sieben unterschiedlichen westfalischen Städten (Dortmund, Castrop-Rauxel, Herten, Gelsenkirchen, Bottrop, Oberhausen und Duisburg). Das Motiv der Geschichte ist die weit bekannte Emscher, welche nicht nur die teilnehmenden Städte verbindet sondern auch den örtlichen Raum der Erzählung darstellt. Bottrop bekam als fünfte Stadt den symbolischen Staffelstab, eine Flaschenpost mit dem jeweiligen Kapital der letzten Stadt, von Gelsenkirchen überreicht.

Sechs Schülerinnen aus dem Heinrich-Heine Gymnasium vertraten dabei unsere Stadt Bottrop: Jennifer Kuttkat, Ceyda Özen, Sara Schnell, Vanessa Vohs, Michelle Kunze und Sara Alhakim. Eine Woche lang haben wir uns im BernePark in Bottrop Ebel mit der Fortführung unserer Geschichte beschäftigt und das auch mit dem größten Vergnügen! Durch einige Besichtigungen an der Emscher und Aufklärungen darüber durch Prof. Dr. Martina Oldengott von der Emschergenossenschaft, konnten wir viele Eindrücke und Inspirationen gewinnen. Auch die im BernePark gelegenen Parkhotels bekamen eine wichtige Rolle in dem Roman. Beim Schreiben wurden wir von den Autoren Inge Meyer-Dietrich und Sascha Pranschke unterstützt.

Trotz einiger von den anderen Städten schon vorgegebenen Charaktere und Szenarien war es erstaunlich, wie viel Freiraum uns zu der Ausführung und Ausarbeitung unserer Geschichte dennoch zu Verfügung stand. Jeder Teil eines jedes Verfassers bekam inhaltlich und stilistisch eine kleine persönliche Note aufgesetzt. Und genau das ist es, was diesen Roman so interessant macht und ihn in erster Linie natürlich auch von anderen Erzählungen unterscheidet. Dieser Roman baut auf den Gedanken, Mentalitäten und Einstellungen vieler verschiedener junger Menschen auf und bildet genau daraus seine Besonderheit.

Im September 2013 erschien der Roman unter dem Titel „Stromabwärts. Ein Emscher-Roadmovie“ nun im Klartext Verlag. Über das Ergebnis sind wir äußerst begeistert und auch verdientermaßen ein wenig stolz. Welcher Jugendliche kann schon über sich sagen, dass er einen Roman geschrieben hat? Wenn auch natürlich nicht ganz allein. Alle sechs von uns wollen zukünftig hauptberuflich oder auch nur nebenbei in dem schreiberischen Bereich tätig werden, so freuen wir uns umso mehr, eine Möglichkeit geboten bekommen zu haben, um schon mal einen kleinen Schritt in Richtung Zukunft eingehen zu können.

Sara Alhakim