Im Herbst 2012 riefen der Friedrich-Bödecker-Kreis NRW und die Literarische Gesellschaft Bochum alle, die Lust hatten, dazu auf, ihre Lieblingsorte in Bochum zu nennen und die besondere Geschichte zu erzählen, die für sie hinter diesen Orten steht. Uns erreichten zahlreiche Beiträge – kurze, lange, sachliche, lyrische, prosaische, witzige, nachdenkliche, ironische Texte. Die besten 23 Beiträge wurden am 17. März 2013 von den Autoren vor knapp 200 Zuhörern präsentiert.

 

Foto: Timo Malers, 2012

"Erzähl die Stadtgeschichte neu! Gesucht werden Texte über Bochumer Lieblingsorte. Was ist dein Lieblingsort in Bochum? Was verbindet dich damit? Welcher Mythos steht für dich dahinter? Warum ist diese Stelle so einzigartig für dich? Wir sammeln die Texte (bitte Fotos der Orte hinzufügen, wenn möglich). So entsteht ein Stadtführer der etwas anderen Art. Von der Ein-Satz-Liebeserklärung über die Kurzreportage bis hin zur Kurzprosaform ist alles erlaubt." Das war die Aufforderung, mit der die beiden Kooperationspartner zum Schreiben aufriefen.

Auf der Facebook-Seite konnten die Texte publiziert, kommentiert, diskutiert werden.

 

Projektpartner

 

 

Dein Bochum // Urban History Rewritten
Lesung & Preisverleihung

Die besten Texte wurden ausgewählt und von den Autoren vor Publikum in der Rotunde Bochum präsentiert:

Am 17. März 2013 // 15 Uhr // Einlass: 14:30 Uhr
Eintritt frei
Rotunde // Konrad-Adenauer-Platz 3, 44787 Bochum

Initiatoren // Literarische Gesellschaft Bochum // Friedrich-Bödecker-Kreises NRW // Rotunde Bochum

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Bochum


Autoren // Texte

Isabell Anders // Der Zauber vom Kalwes
Helga Brauneck // Eiberger Straße
Monika Buschey // Später Dank an Richard S.
Sarah-Jane Collins // Ruhr im Pott
Carlotta Eulenwald // Kaltes Bier
Greta Gowin // Von Menschen und Kaninchen
André Greilich // Der Jörgenstein
Hannah J. Iberer // Bochum aus Sicht der Außenwelt
Ingo Knosowski // Vienhovenweg, Bushaltestelle
Katja Kulin // Lobschrift auf ein Bergwerk
Lena Mareike Meier // Aber die Zukunft wird herrlich
Friedhelm Mikolajczak // Schicht am Schacht
Alisha Pilenko // Integration für Fortgeschrittene
Kristin Predeck // Diva
Honke Rambow // Das Hotel – Viktoriastr. 73
Heide Rieck // am fluss
Julia Sandforth // Glocke
Moritz Schäfer // RUB-Momente
Ulrich Schröder // Und überall sind Kameras
Carina Schulze Gemen // fremd
Sebastian Sowa // Im Westen geht sogar die Sonne unter
Tabea Teßmer // Der exzentrische Riese
Renata Wacker // Viktoriastraße

Volles Haus in der Rotunde Bochum, Organisatoren: Ralph Köhnen, Sarah Meyer-Dietrich, Timo Malers

 

Résumé der Veranstaltung: knapp 200 Zuhörer, 7 Preise, 6 Preisträger:

Jurypreise

Platz 1: Honke Rambow // Das Hotel – Viktoriastr. 73
Platz 2: Ulrich Schröder // Und überall sind Kameras
Platz 3: Julia Sandforth // Glocke
Platz 3: Friedhelm Mikolajczak // Schicht am Schacht

Publikumspreise

Platz 1: Alisha Pilenko // Integration für Fortgeschrittene
Platz 2: Sarah-Jane Collins // Ruhr im Pott
Platz 3: Honke Rambow // Das Hotel – Viktoriastr. 73

Preisträger: Honke Rambow und Ulrich Schröder

Preisträger: Julia Sandforth und Friedhelm Mikolajczak

Preisträger: Alisha Pilenko und Sarah-Jane Collins

Pressestimmen:

Die Ruhrnachrichten Bochum schreiben: "Es wurden Kindheitsgeschichten vom Stadtpark erzählt, Liebeserklärungen an die Felder von Gerthe, an den Kemnader Stausee und das Fiege-Pils ausgesprochen. Hannah Iberer etwa wagte als Fortgezogene den Blick aus der Außenperspektive und kommt zu dem Schluss: „Gib Bochum eine Chance, Bochum liebt dich.“"

(Den ganzen Artikel finden Sie hier.)

Die WAZ Bochum schreibt: "Drei Jurypreise und drei Publikumspreise waren zu vergeben, das Konzept kam an. Rund 200 Gäste drängelten sich um Stühle, es konnten gar nicht genug herangeholt werden, um alle sitzend unterzubringen. Der Altersdurchschnitt des traditionellen Literarischen Gesellschaftspublikums senkte sich dabei entschieden nach unten, denn viele junge Autoren waren mit Fanclub gekommen."

(Den ganzen Artikel finden Sie hier.)

Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (bsz) schreibt: "Jung und alt, Prosa und Lyrik, Ruhrdeutsch und Kunstdeutsch, laut und leise, ernst und witzig – die Hymnen auf Bochum gestalten sich sehr verschieden. (…) Nur eines haben alle Texte gemein: Sie beleuchten die Stadt Bochum nicht von außen, sondern von innen. Sie reden von viel mehr als nur von einer Stadt – aus den Zeilen sprechen nicht nur sachliche Beschreibungen, sondern auch Gefühle."

(Den ganzen Artikel finde Sie hier.)

 

Wie geht es weiter?

Nach und nach werden nun die Wettbewerbsbeiträge im Rahmen des coolibri Stadtschwarm-Blogs veröffentlicht. Hier steht eine digitale Stadtkarte zur Verfügung, mit deren Hilfe sich die Leser auf ihrer literarischen Spurensuche durch Bochum klicken können.

Link zur Kategorie "Urban History Rewritten" im Stadtschwarm-Blog: hier.

Wir freuen uns auch weiterhin auf die Einsendung weiterer Texte über Facebook oder an urbane.literatur [at] gmx.de.

Foto: Timo Malers, 2012